Bienvenue au jardin

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Dienstag, 6. Oktober 2015

Sicherheit

Sicherheit



Biometrisch mein Blick
Abgeglichen mein Gesicht
Durchleuchtet mein Herz
Wohin fliege ich
Wenn die Lichter
Unter mir
Verschwinden
?

(ich, Flughafen Moskau-Scheremetjewo, 2012)

Freitag, 6. März 2015

Erinnerung an Prag


Zmrzlina auf der Zunge
Dobry den, ihr Menschen

Im Endeffekt ist Prag
nicht bunter und nicht besser.

(ich, 2012)


Samstag, 21. Februar 2015

Der schönste Platz der Welt


Es gibt viele schöne Orte auf der Welt. Für mich ist es dieser.

 Lieberweise bin ich zwei mal dorthin eingeladen worden, und ich werde es nie vergessen. Wir lagen unterm Himmel und haben Sternschnuppen gezählt, Milchstraße geguckt, sind in die Berge geklettert und haben Erdbeeren gepflückt, Pfefferminzsirup getrunken, bis uns schlecht war, kleine Häuser und große Hütten gebaut, gezeltet, vor Regen geflohen, Rehe mit dem Fernglas gestalkt.

Ich habe geatmet, gelebt und war frei.










Sonntag, 5. Oktober 2014

Fünf Tage in Tallinn

Huhu,
dieses Jahr hatte ich das große Glück, fünf Tage in Tallinn (bzw. Reval), der Hauptstadt von Estland verbringen zu dürfen.
Tallinn..da werden die meisten von euch vermutlich nicht grade "Uhhh, da wollte ich schon immer mal hin!" denken...und ja, hier turnen auch tagsüber vor allem Kreuzfahrtschiffer um die 60 durch die Gegend.
Aber wenn man mal aus der Altsatdt raus kommt, oder abends, wenn die Sonne untergegangen ist und all die Omis und Opis wieder sicher in der Kajüte sind, dann entpuppt sich der wahre Charakter der Stadt: eine Perle zwischen Osten und Westen, Industrie und Kultur, Tradition und der erste Generation junger Esten, die in einem unabhängigen Land groß geworden sind.



Also dann, Anreise und Unterkunft: am besten per Flugzeug (Lufthansa von Frankfurt a. M. oder Air Estonia von Hannover), etwas länger mit der Fähre. Wir haben uns für die erste Variante entschieden, und ich habe meine erste Flugreise erlebt, bei der ich kein einziges Mal den Perso zeigen musste- es lebe die EU!
Der Flughafen liegt etwas außerhalb, ist aber sehr übersichtlich (oder auch: winzig klein) und der Bus fährt einen in 15 Minuten in die Innenstadt.
Gewohnt haben wir in einem Apartment der "Old House Apartments"- günstig, hübsch, sauber --> empfehlenswert für jeden Reisenden! :)
Nun aber zum wichtigsten: Die Stadt!
Die Altstadt erinnert an die typischen Ostseestädte wie z.B. Stockholm oder Stralsund. Spitze Giebel, große Kirchen und, ein Souvenir der russischen Herrschaft, eine große Kathedrale. Sehenswert ist der berühmte "Totentanz" in der Nikolaikirche, und die "Oberstadt", in der die reichen deutschen Kaufleute lebten. Heute findet sich dort u.A. das Parlermentsgebäude im alten Schloss, die Kathedrale und einen wunderschönen Park, von dem aus man bis zum Meer schauen kann.
Außerhalb der Altstadt lockt das Rotermann- Viertel, das im Moment auf dem Drahtseil zwischen heruntergekommenen Hafengebäuden und Szeneviertel bewegt. Glas trifft Holz, Einkaufszentrum trifft Baracke, Spielplatz trifft Baustelle. Sehenswert..und einzigartig, allein schon, weil das Viertel in fünf Jahren ganz anders aussehen wird. Zwischen Rotermannviertel und Altstadt liegt übrigens der merkwürdigste Antikladen, den ich je gesehen habe..er ist nicht zu übersehen und sicherlich einen Besuch wert!

Museumsfreunden kann ich das Geschihtsmuseum im alten Wasserflughafen empfehlen..wer schon immer Mal an einer Flugabwehrkanone herumkurbeln oder in einem Uboot klettern wollte, kommt hier auf seine Kosten!
Shoppen gehen kann man in den großen Kaufhäusern vor den Toren der Altstadt...aber da es hier sowieso kaum was gibt, was ich nicht auch zu Hause bekommen könnte, habe ich die Shoppingmeile weitensgehend ignoriert. Unendlich viel importiert habe ich hingegen Lebensmittel, zum Beispiel Kama. Kama ist ein Gemisch aus verschiedenen Getreidesorten, Erbsen- und Bohnenmehl und wird normalerweise in Joghurt gegessen. Dazu kann man noch Früchte und Obst einrühren. Klingt komisch, schmeckt toll! Dasselbe gilt für Porridge, Blaubeertee, unendlich leckere Quarkfladenbrote und nicht zuletzt für den "Vana Tallinn"- angeblich ein Likör, hat aber schon in der schwächsten Variante gute 40%. Gibts in sämtlichen Formen, von Standard, über die Weihnachts-Glögg-Edition, bis hin zu Cream und Chocolat. Auch im Cocktailoder im Kaffee sehr lecker :) Typisch estnische Souvenirs sind Holzfiguren, Keramikarbeiten, Strickwaren und Bernsteinschmuck, wobei letzteres mehr so "pseudo-typisch" ist, da der Bernstein nicht aus Estland kommt.
 
Viel, viel Essen und bunte Teller..
Zur Freude der Reisekasse ist Tallinn eine recht günstige Stadt. Lebensmittel im Supermarkt sind ausgesprochen günstig, die Preise in Restaurant und Kneipen normaler deutscher Standard. Klamotten, Schmuck und Souvernis sind ebenfalls auf deutschem Niveau, Markenkleidung oft sogar drüber. Wer keine Lust auf Weihnachtswichtel und Socken im Norwegerlook hat, dem empfehle ich die drei Läden von Helina Tilk, die bunte und außergewöhnliche Keramik zu einem absolut akzeptablen Preis verkauft. Lecker und günstig essen kann man im zentral gelegenen "Kompressor", und abends empfiehlt sich das "Hell Hunt" für einen Absacker. Der ÖNV ist mit 1€/Fahrt auch erschwinglich, aber da das meiste fußläufig zu erreichen ist, muss man ohnehin nicht oft in den Bus steigen.
Sprachlich kommt man in der Altstadt und bei allen jungen Leuten mit englisch gut klar, gelegentlich wird sogar deutsch gesprochen. Wer will, kann sich natürlich auch ein paar Brocken estnisch aneignen..eine schwierige, aber wunderschöne und, in deutschen Ohren, recht niedliche Sprache.
Übrigens: wem der nächste Urlaub noch zu weit weg ist, der kann sich die Zeit mit einem tollen, aber viel zu unbekannten Büchlein überbrücken: "Tipsys sonderliche Liebesgeschichte" von Else Hueck-Dehio, auf amazon für 1 Cent zu erwerben ;)
Ich hoffe, ich habe mit diesem kleinen Post einigen von euch Lust gemacht neue Reiserouten zu beschreiten!

Donnerstag, 31. Juli 2014

Schweden

Nach unserem erfolgreichen und wunderschönen Trip nach Helsinki, Finnland, sind mein Vater und ich 2010 ins Nachbarland Schweden gereist, genauer gesagt nach Stockholm.
Obwohl wir Anfang September da waren, war das Wetter schon empfindlich kalt..aber da es irgendwie eine "andere" Art von Kälte als bei uns ist, hat es sich nicht halb so kühl angefühlt, wie es eigentlich war. Sprachlich kommt man super mit englisch klar, und man kann sich oft von den schwedischen Wörtern immerhin den Sinn erschließen. Also an dieser Stelle keine Probleme für den Durchschnittsdeutschen.


Stockholm liegt wunderschön über verschiedene Insel verteilt und man kann stundenlang durch die wunderschöne Altstadt bummeln. Soweit ich weiß, gehört Stockholm zu den wenigen Städten, die sämtliche Kriege halbwegs unbeschadet überstanden haben. Ein besonderes Highlight sind kleine (oder größere) Kunstfigure, die überall verteilt stehen. Bettende Füchsin, langohriger Hase oder Bär- hier war jemand wirklich kreativ. Auch die Ubahnstationen sind, ähnlich wie z.B. auch in Moskau und St. Petersburg, teilweise sehr schön gestaltet.





Wir haben unter Anderem das Schloss von außen besichtigt (hässlicher Klotz) und einen höchst unmotivierten Wachwechsel gesehen. In Schweden gibt es keine "Spezialwacheinheit" wie die die englischen Beefeater, sondern jeder muss mal ran...und das scheint kein megabeliebter Job zu sein :D Ich kann nur empfehlen, sich das Vasa-Museum an zu sehen, in dem das schwedische Kriegsschiff "Vasa" ausgestellt ist. Ausgestellt deshalb, weil das Prunkstück 1628 nach knapp 20 Minten Jungfernfahrt gesunken ist. Wegen dem regnischerischen Wetter mussten wir leider auf das Freilichtmuseum "Skansen" verzichten, und haben uns stattdessen das staatlich hist. Museum angesehen. Der "Goldraum" war eine herbe Enttäuschung, aber der Rest war ganz schön gestaltet, wenn man sich für Geschichte interessiert.

Kulinarisch blieben mir vor allem die Waffeln mit Beerensoße und dicker Sahne in Erinnerung- nichts für Low Fat 30, aber sooo lecker! Mein Vater hat sich sogar an Tunnbrödsrulle herangetraut. Diese schwedische Spezialität besteht aus einen Fladenbort (Tunnbröd), dass dann mit Kartoffelbrei und Würstchen belegt wird. Senf, Ketchup und Gurkensalat drauf, die ganze Geschichte einrollen und fertig ist der Snack für unterwegs.

Wer seinen Lieben übrigens was individuelles mitbringen möchte, dem sei der Laden "Runstenen" in der Altstadt empfohlen. Neben einer sehr interessanten Ausstellung über die berühmten Dalapferde kann man dort auch zum kleinen Preis handgeschnitzte, aber unbemalte Dalapferdchen erwerben und sie dann zuhause schön anmalen.
Für mich hab ich dort eine Elchhandtasche (aus dem Tourishop, ich gebs zu) und einen Muuminadventskalender gekauft.

Der Museumsladen "Runstenen" (2. von rechts)

Montag, 23. Juni 2014

Mein erstes Mal: Fernbus fahren

Im Moment schießen die Fernbuslinien aus dem Boden wie Pilze. Bequem sollen die Reisen sein, pünktlich und konfortabel, versprechen die Anbieter. 
Als ich nach Jahren des "irgendwas es immer" endlich, endlich einen guten Freund in Aachen besuchen wollte, habe ich mir zum ersten Mal ein Ticket für eine Fernbusreise gekauft.

Der Preis:★ ★★ ★


Ich habe pro Fahrt 17€ bezahlt, was deutlich (!) günstiger als das entsprechende Bahnticket für 45€/Fahrt ist. Anscheinend varrieren die Preise, je nachdem wann man fährt und ob man sein Ticket online bucht oder nicht, einen Stern Abzug für die resulierende Unübersichtlichkeit.

Die Pünktlichkeit:  ★ ★ ★ ★ 

 Da kann man nicht meckern. Pünktliche Abfahrt, pünktliche Ankunft nach knapp 4 Stunden Fahrtzeit!

 

Die Haltestellen: ★ ★

In Marburg (Start) gut erreichbar in der Nähe der Autobahn und des Hauptbahnhofes gelegen. In Aachen: am ARSCH der Welt! Da wäre wenigstens mal ein Hinweis schön gewesen, wie man von dem Parkplatz aus wieder in die Aachener Innenstadt kommt..

Der Bus: ★ ★★

Bequem und sauber, leider war das WC von vornherein verstunken. Positiv ist das kostenlose WLAN und die kleine Sammlung von Büchern, in denen man während der Fahrt schmökern kann.Ich hätte mit höchstens noch eine Steckdose gewünscht, wie sie in einigen Bahnen mittlerweile vorhanden ist.

Die Mitfahrer: ★ ★★ ★

Im wesentliches junges Publikum, das auch für sich bleibt. Bis auf die beiden unendlich nervigen Mädchen hinter mir ("Ich MUSS dir noch erzählen, was der Jan zu mir gesagt hat, aber sags bloß nicht weiter!") war alles im grünen Bereich.

Fazit: Experiment Fernbus gut geglückt und gerne wieder :)

Mittwoch, 2. April 2014

Ein Paket Vorfreude

Ich gehöre zu der Sorte Menschen, die lieber Geschenke machen als welche zu bekomen.

Im März hatte mein Vater Geburtstag und es stellte sich wieder die Frage, was man jemandem schenkt, der einem unendlich viel bedeutet, aber der eigentlich alles hat, was er will...und das, was er nicht hat, sind vermutlich Dinge, die man mit Geld nicht kaufen kann. Mitten in der Klausurphase hatte ich kaum Zeit zum kreativ werden, und bei 300km zwischen unseren Wohnorten sind spontane Unternehmungen leider auch nicht möglich. Aber hey, ich hab trotzdem was gefunden :)

Da wir im Sommer zusammen nach Tallinn (Estland) fahren wollen, habe ich ich für ein Reise-Vorfreude Paket entschieden und folgendes eingepackt:

- Likör "Vana Tallinn"

Mit guten 45% Alkohol ist es ein seeeehr starker Likör, den ich nur in Milch genießen kann. Meinem Vater schmeckt er aber auch pur, und laut Etikett kann man ihn auch wunderbar in Kaffee trinken.

-Buch: "Ein Abend in Reval" von Clemens von Taube

Nie vom Buch gehört, nie vom Autor gehört- ich bin sehr gespannt, wie mein Vater die drei Erzählungen findet.

- CD "Song of the olden times" von Hainavanker

Estische Chormusik, vorwiegend wohl christliche Lieder. Klingt komisch, aber ganz schön.

Sonntag, 15. Dezember 2013

Finnland

In der Mittelstufe, also vor mittlerweile gut 7 Jahren, war ich ein riesiger Finnland-Fan- ich konnte sogar einige Sätze in dieser ulkigen, aber trotzdem wunderschönen Sprache!
Ihr könnt euch also meine Freude vorstellen, als mein Vater und ich anno 2007 in Richtung Helsinki aufgebrochen sind- eine Woche Finnland live und in Farbe :D

Auch wenn mein "Fan-tum" seitdem etwas zurückgegangen ist, denke ich immer wieder gerne an diese wunderschöne Reise.

Die Altstadt
Absolute Must- Sees sind: das Designmuseum, beziehungsweise der ganze Design District, der wunderschöne Zoo, der Markt direkt am Hafen und Suomenlinna, eine Festung vor der Küste (ewiger schwedisch/russischer Zankapfel), die absolut zu Recht auch das "Gibraltar des Nordens" genannt wird.

Ich weiß, dass Zoos aus tierschützerischen Gründen nicht jedermanns Sache sind (was ich auch gut verstehen kann)...aber der Zoo von Helsinki ist atemberaubend. Er liegt (wie sollte es auch anders sein..) auf einer Insel namens Korkeasaari, die man am besten über die Zoofähre erreichen kann. Die Gehege sind riesig, die Tiere ungewöhnlich (Reeeeentiere!!) und einem Schneeleoparden Auge in Auge gegenüber zu stehen, ist selbst für einen Anti- Esoteriker wie mich ein sehr besonderer Moment gewesen.

Das Kleid meiner Träume
Den Designdistrict nicht zu besichten, fällt alleine schon deshalb schwer, da die Stadt nicht besonders groß ist. Aber wie sollte es auch anders sein, in einem Land, dass weniger Einwohner als Berlin hat? Besonders schick sind die kleinen Läden, die allerdings fast alle deutlich außerhalb meiner Preisklasse liegen, und das Design Forum Finnland, in die ausgefallensten Stücke präsentiert werden (ich erinnere mich noch gut an ein Korsett aus Bonbonpapieren),

Blick auf den Hafen
Was ich an Finnland wirklich zu schätzen gelernt habe, ist, dass man eiskalt bis 18 ein lapsi (=Kind) ist und auch wirklich überall nur Lapsipreis bezahlt- nicht so wie hier in Deutschland, wo teilweise schon 8-Jährige die vollen Preise zahlen müssen!

Eine andere große Überraschung war: Die Sprachbarriere ist keine! Erstens kann jeder Englisch (und zwar JEDER. Auch der Busfahrer. Auch die Verkäuferin im Supermarkt. Auch die Oma, die man nach dem Weg zu Haltestelle fragt). Und zweitens sind alle Beschriftungen auch auf schwedisch, und das versteht man irgendwie schon. Wer das Wort "Matkailuneuvonta" kompliziert und schwer verständlich finden sollte, braucht einfach nur das benachtbarte Schild zu lesen: turistbyrå. Bingo!


Wenn ihr euch jetzt noch fragt, wo ich in dieser nicht grade günstigen Stadt genächtigt habe, so lautet die Antwort: Eurohostel (http://www.eurohostel.eu/) ! Für 27€/Person im Zweibettzimmer ist das Hostel unschlagbar. Die Zimmer sind klein, aber sauber und ordentlich, dasselbe gilt für die Gemeinschaftsküche und das Bad auf dem Korridor. Ich habe in der "Backpacker"- Kategorie genächtigt, d.h. in meinem Zimmer befanden sich zwei Betten, ein Tisch, zwei Stühle, ein Schrank und sonst nichts. Für ein paar Euro mehr hätte ich ein Zimmer mit Fernseher haben können...aber dafür fahre ich nicht nach Finnland! Das Frühstück ist ebenfalls lecker und man kann sich auch was für den Tag einpacken.
Suomenlinna
Uuuuund: Wie in allen finnischen Hotels ist Saunabenutzung im Preis imbegriffen...auch wenn mich da keine 10 Pferde reinbekommen würden :D

Fazit: Helsinki ist auf alle Fälle einen Kurztrip wert, und grade für Familien günstiger, als man denkt. 


Eisbrecherromantik